Modellbahn - TT
"Von Waldungen nach Kornbach"

Ein Tag im Modellbahnland

Eisenbahnbetrieb vor etwa 50 Jahren

Wer kann sich noch erinnern? Das sieht man nur noch in alten Filmen – oder hier im Modell. Die meisten Züge waren noch mit Dampflokomotiven bespannt. In den Urlaub fuhr man mit dem Zug. Die entlegensten Orte hatten noch eine Güterabfertigung und Betriebe einen Gleisanschluss. Mal ehrlich, welcher Junge hat sich damals auf Reisen nicht die Nase an den Fensterscheiben platt gedrückt, um draußen das rege Geschehen zu beobachten!

Heute ist ein schöner Frühherbsttag. Die Bäume tragen noch ihr volles Blattwerk, doch die Herbstfärbung des Laubes hat schon eingesetzt. Das Wetter zeigt sich noch mal von der besten Seite. Jedoch die Nächte sind schon kalt und manch einer hat seinen Kachelofen gemütlich eingeheizt.

  

Wir befinden uns im Mittelgebirge und können, bei bester Sicht, von oben einen Blick in die weite Landschaft genießen. Überall herrscht reges Leben und wir können viel beobachten. Durch die Landschaft schlängelt sich das Schwellenband einer Eisenbahnlinie und wir können den regen Zugverkehr verfolgen. Doch es gibt noch viel mehr zu beobachten. Gerade fragen wir uns, was der Herr Pfarrer heute mitten am Tag zur Kirche eilt, schon wird unser Blick auf einen schweren Güterzug gelenkt. Geräuschvoll bewegt sich der Zug durch die Landschaft und entschwindet wieder unseren Blicken. 

Die BR 89 rangiert in den Fabrikanschluss. Die Betriebsamkeit in den Werkstätten entzieht sich weitgehend unseren Blicken. Jedoch öffnet sich von Zeit zu Zeit das Hallentor. Der Gabelstapler kommt herausgefahren. Jetzt ist der Blick frei in die Werkhalle mit den Maschinen.  

An anderer Stelle genießen Menschen den Tag so wie man es sich nicht besser vorstellen kann.  

  

Meiers sitzen im Garten unter voll behangenen Apfelbäumen, während die Nachbarn ihre Wäsche zum Trocknen  auf die Leine hängen. Klein Alfred darf dabei nicht fehlen.

Die BR 89 zieht den G-Wagen aus dem Fabrikgleis. Die Ladearbeiten sind beendet. Gabelstaplerfahrer Erwin Eppelkranz macht Pause.

Kurt Kroll indessen hat den Rucksack geschnürt und ist zur anstrengenden Tageswanderung aufgebrochen. Jäger Karl ist mit seinem Hund unterwegs.  

 

 

 

 

Unterdessen ist in Kornbach der Mittagszug eingefahren. Da müssen sich Müllers ganz schön beeilen, um den Zug noch zu erreichen. Die Fahrkarte ist auch noch nicht gekauft. Hoffentlich stolpern sie nicht. Wir wollen ihnen gern winken oder zurufen, aber sie können uns doch nicht hören.  

 

Die BR 95 muss umsetzen. Der Zug soll zurück nach Waldungen fahren. Kurz fährt sie in das kleine Bahnbetriebswerk, um Wasser nach zu füllen. Der Wasserkran schwenkt über die Lok. Sobald das erledigt ist, kann sie das BW verlassen und den Zug wieder übernehmen. Erwin und Gustav schauen zu, wie die BR 95 das kleine BW verlässt.

  

  

 

 

Auf dem Bahnsteig herrscht noch reges Leben. Zwei Omas sitzen auf der Bank. Sie scheinen viel Zeit zu haben. Sicherlich haben sie eine Menge zu schwatzen. Das ist bei Omas nun mal so.
Die BR 95 setzt sich nun vor den Zug. Auch Müllers schaffen ihren Zug nach Waldungen noch. Der Zug setzt sich in Bewegung. Es wird vom Bahnsteig aus noch mal zum Abschied gewunken, sicherlich auch aus dem Zug. Das entzieht sich jedoch unseren Blicken.  

Peter Patzig hat im Fahrradständer sein Fahrrad abgestellt und begibt sich in die kleine Fabrik zu seiner Arbeitsstelle.

In Waldungen trifft die Nebenbahnstrecke auf die eingleisige Hauptbahn.

   

  

 

Es herrscht reger Verkehr und auf den Bahnsteigen warten schon die Leute. Nachdem der schwere Güterzug mit seiner dampfenden Lok den Bahnhof verlassen hat, kann Meiers Anschlusszug einfahren.  

  

    

Die Schranken schließen sich schon. Am Bahnsteig warten noch weitere Reisende. Irgend so ein Lottersack hat seine Bierflasche neben dem Papierkorb abgestellt Es bleibt nicht viel Zeit um über die Ordnungsliebe Anderer nachzudenken. Von einer E-Lok gezogen fährt der Personenzug ein und Meiers können ihre Reise durch das Modellbahnland fortsetzen. 

Unsere faszinierenden Blicke verweilen noch in der Landschaft, denn da ist noch lange nicht alles entdeckt, zum Beispiel, dass Herr Alfred Lehmann auf der Bank sitzend immer dem Zug hinterher schaut. Er dreht den Kopf, schaut also mal nach links und mal nach rechts. 

An anderer Stelle, in einem Garten, ist Herr Lehmann zu beobachten. Er schwenkt ab und zu seine Gieskanne, um die Blumen zu wässern.

(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken!)

Maschinenfabrik